GITTA mbH Was ist Shopfloor Management? Header Bild

Shopfloor Management

Was ist Shopfloor Management?

Grundbausteine des  Shopfloor Managements

  • Klare Führungsrollen und Aufgaben
  • Regelkommunikation am Ort des Geschehens
  • Kennzahlensystem
  • Problemlösungsmethoden
  • Visualisierung

Erläuterungen zu den Grundbausteinen

Operative Führung im Shopfloor Management - klare Führungsrollen und Aufgaben

Mitarbeiter benötigen für selbständiges Arbeiten enge Begleitung. Große Führungsspannen, bei denen der direkte Kontakt der Führungskraft zu ihren Mitarbeitern und Kollegen reduziert ist, bewähren sich meist nicht.

Das japanische Modell eines klassischen Gruppenführers (Hancho), mit einer sehr kleinen Führungsspanne bei geringer Selbststeuerung der Mitarbeiter, passt oft nicht in die von Facharbeitern geprägte Belegschaft in Unternehmen. Die hohe Qualifikation der Facharbeiter ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor der Industrie. Um diese Fähigkeiten entsprechend im Arbeitsprozess zu nutzen, kommt der disziplinarischen Führung die Aufgabe zu, mit SMART´en Zielen unter Einhaltung von Handlungsspielräumen zu führen und eine gute Balance zwischen Fordern und Fördern zu erhalten.

Diesen Herausforderungen werden Führungskräfte auf der ersten Führungsebene nicht durch Zeitmanagementseminare gerecht, sondern durch realistischere Aufgaben und Anforderungsprofile.

Wir unterstützen Sie dabei, die für Sie passende Lösung zu finden, indem wir:

  • Ihre Führungskräfte qualifizieren oder coachen
  • gemeinsam mit Ihnen die Führungsstrukturen (Führungsspanne, operative Zeit mit den Mitarbeitern etc.) analysieren und ggf. anpassen
  • untersuchen, ob die Einführung einer zusätzlichen fachlichen Führung als Entlastung für die erste Führungsebene bei Ihnen erforderlich ist (KVP-Koordinator, Prozessoptimierer, Gruppenleiter). Diese Funktion kann aus den vorhandenen Funktionen erwachsen.
  • gemeinsam die Möglichkeiten der Verteilung verschiedener Wissensgebiete (5S, -Rüstzeitoptimierung, KVP etc.) innerhalb der Produktionsteams prüfen
  • mit Ihnen gemeinsam eine speziell für Sie geeignete neue Mischlösung entwickeln.

Regelkommunikation als Grundbaustein

Regelkommunikation bedeutet regelmäßig und unter klar definierten Regeln Gelegenheiten zu schaffen, in denen

  • Themen in einem festen Takt durch die Hierarchie getragen und bearbeitet werden. Regelkommunikation wird dabei zu einem festen Bestandteil des Arbeitsalltags der Mitarbeiter und Führungskräfte.
  • jeder Mitarbeiter und direkte Führungskräfte beteiligt sind. Das garantiert  einen schnellen und verlustarmen Informationsaustausch und eine direkte ad-hoc-Kommunikation der Mitarbeiter zum Bereichsleiter oder Geschäftsführer.
  • ein themenbezogener Austausch stattfindet, der die Mitarbeiter dazu befähigt, selbstständig Maßnahmen, Problemlösungen und Verbesserungsvorschläge zu entwickeln und Konflikte möglichst zeitnah zu lösen.
  • ein kontinuierlicher Informationsfluss innerhalb der Abteilungen, von unten nach oben sowie von oben nach unten gewährleistet wird.

Die Regelkommunikations-Termine finden regelmäßig statt, dadurch wird „Ruhe“ in die operative Zeit zwischen den Terminen gebracht und Themen sauber voneinander getrennt (z.B. operatives Geschäft, 5S, KVP, etc.).

Wichtig ist die konsequente Durchführung und Einhaltung der Abläufe, damit sich die Regelkommunikation verselbstständigt.

Kennzahlensysteme als Grundbaustein

Die Regelkommunikation besteht aus standardisierten und definierten Inhalten. Zu den Standards gehören Kennzahlensysteme, die im Rahmen der Regelkommunikation als Steuerungsinstrument genutzt werden. Ziel der Arbeit mit den Kennzahlen ist es,

  • den  Mitarbeitern eine Statusinformation über die Zielerreichung zu geben. Für eine erfolgreiche Steuerung der Produktion ist es aber unablässig, dass die Kennzahlen so heruntergebrochen werden, dass sie durch Mitarbeiter beeinflussbar sind. Erst dann werden sie zu einem echten Steuerungsinstrument an dem auch Teams gemessen werden können.
  • Probleme aufzuzeigen und deren Lösung anzustoßen.
  • den Mitarbeitern Ihren Einfluss auf die Zielerreichung aufzuzeigen, sie dazu anzuregen an den Kennzahlen zu arbeiten und durchgeführte Maßnahmen auf Wirksamkeit zu prüfen.

Problemlösungsmethoden als Grundbaustein

Nicht zuletzt bildet die Anwendung von Problemlösemethoden den Erfolg des Shopfloor Managements ab.

Diverse Problemlösemethoden (Ishikawa, Paarvergleich, Brainstorming) und Lean-Methoden (5S, Rüstzeitoptimierung, Hejunka etc.) sind in verschiedener Intensität in produzierenden Unternehmen vertreten. Diese werden allerdings bei komplexen Problemen in Problemlöseteams angewandt, kommen aber im Produktionsalltag bei den Produktionsmitarbeitern kaum zum Einsatz.

Neue Problemlösemethoden nutzen die Mitarbeiter nicht von selbst. Sie brauchen Ansprechpartner vor Ort (Führungskräfte oder Spezialisten für Problemlösemethoden), die sie im operativen Geschäft dabei begleiten, neue Methoden auf Alltagsprobleme anzuwenden. Dadurch gelingt es langfristig die "Feuerlöscher-Mentalität" durch eine nachhaltige, kontinuierliche Verbesserungskultur zu ersetzen.

Visualisierung als Grundbaustein

Den erkennbaren Unterschied im Shopfloor Management macht die Visualisierung am Ort des Geschehens. Informationstafeln, die ein paar Mal jährlich durch Dienstleistungsabteilungen gepflegt werden, werden durch tagesaktuelle Tafeln ersetzt an denen täglich gearbeitet wird und deren Aktualisierung durch die Produktion übernommen wird.

  • Die Inhalte der Regelkommunikation werden in einer kurzen Agenda vorbereitet und die Ergebnisse protokolliert (nur Ergebnisprotokoll – kein Verlaufsprotokoll). Jegliche Dokumentationen sind entsprechend visualisiert (Tafeln, Info-Points, Flipchart-dokumentationen etc.).
  • An Visualisierungstafeln werden Beschlüsse und Entwicklungsstadien von Problemlöseprozessen festgehalten. Sie dienen ebenfalls als Informationsbörse (Kennzahlen, neuste Informationen, Schichtpläne, Qualitätsinformationen etc.) und Treffpunkt für Mitarbeiter auf dem Shopfloor. Beschriftbare Tafeln, Flipcharts oder ähnliches können auch zur Schichtübergabe genutzt werden.
  • Eine besondere Rolle spielen Vorlagen für Maßnahmenpläne und Themenspeicher, um  laufende Themen nachzuhalten und den KVP-Prozess (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) zu unterstützen.