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Wissensdialog in der Solarbranche

Dank eines in der Vergangenheit günstigen politischen und wirtschaftlichen Umfelds hat die Solarindustrie in Deutschland in wenigen Jahren einen steilen Aufstieg genommen. Solar valleys zum Beispiel in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen zeigen, dass sich die Solarbranche mit zukunftsweisenden Technologien einen festen Platz in der bundesdeutschen Forschungs- und Produktionslandschaft erarbeitet hat.

Die gegenwärtigen Entwicklungen im Umfeld der Solarindustrie machen deutlich, dass der Blick zurück auf die Erfolge in der Vergangenheit nicht reicht, um sich den – globalen – Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu stellen: Wird die Solarbranche von der energiepolitischen Wende in Deutschland profitieren? Wie stellen sich Unternehmen am Standort Deutschland der internationalen, insbesondere asiatischen, Konkurrenz? Ist eine Produktionsverlagerung nach China eine angemessen Lösung? Welche Möglichkeiten bietet der Kapitalmarkt, um eine Expansion der Geschäftstätigkeiten zu finanzieren?

In Kooperation mit dem Berlin Solar Network e.V, einem Zusammenschluss Berliner Unternehmen der Solarbranche sowie dem Innovationszentrum Energie (IZE) der TU Berlin und weiteren Partnern hat die GITTA mbH ein halbtägiges Workshopformat entwickelt, das es den teilnehmenden Unternehmen ermöglicht, in einen zielführenden Gedanken- und Ideenaustausch zu relevanten Fragestellungen der Unternehmensentwicklung einzutreten.

Ziel des Wissensdialogs ist es, in einem moderierten Verfahren

  • Themenfelder zu identifizieren, die auf den Nägeln brennen;
  • über gemeinsame bzw. vernetzte Initiativen und Projekte für die teilnehmenden Unternehmen nachzudenken;
  • konkrete nächste Schritte mit Blick auf gemeinsame Aktivitäten zu verabreden
  • und Anregungen für die eigene Unternehmensentwicklung mitzunehmen.

Bereits in 2010 konnte der 1. Wissensdialog der Berliner Solarbranche erfolgreich durchgeführt werden. Ausgangspunkte für die parallel stattfindenden Dialoge waren sechs Themenfelder:

1. Vorprodukte und Rohstoffe
Vertragsmodalitäten und -verhandlung, Lieferantenbeziehung, Preise, Logistik

2. Produkte
Qualität, Gewährleistungen, zertifizierte Produkte, Service-Leistungen

3. interne Prozesse 
Internes Wissensmanagement, Optimierungspotenziale heben, Projektmanagement, Unternehmenskultur, Kommunikation

4. Forschung und Entwicklung 
Externes Wissensmanagement, Vernetzung, Kooperationen, Vorteil Wissenschaftsstandort Berlin

5. Business Development
Neue Kunden und Vertriebsgebiete erschließen, Voraussetzungen und Infrastruktur dafür schaffen

6. Finanzierung von Innovation und Unternehmenswachstum
Wachstumsschwellen erkennen und überwinden, Finanzierung durch Banken, Investoren, Fördermittel, Standortwahl

Ausgehend von einführenden Impulsen wurden an sechs Thementischen spezifische und praxisrelevante Fragestellungen bearbeitet.
Die Ergebnisse wurden im Plenum präsentiert, ausgewertet und mit Schlussfolgerungen versehen. 
Auf dieser Grundlage wurden Verabredungen über gemeinsame Vorhaben und Kooperationen getroffen.

In einer geplanten Folgeveranstaltung ist vorgesehen, den Gedankenaustausch fortzusetzen und über den Umsetzungsstatus der verabredeten gemeinsamen Initiativen zu berichten.


Veröffentlicht am: 26.08.2010