Digitale Arbeit gestalten

Entwicklung und Gestaltung digitaler Arbeit im Handlungsfeld Produktion

Unter der Bezeichnung „Industrie 4.0“ steht die Digitalisierung im Handlungsfeld Produktion in den letzten Jahren wieder vermehrt im Fokus der medialen, industriepolitischen und wissenschaftlichen Aufmerksamkeit. Dabei gerät mitunter aus dem Blick, dass der Digitalisierungsprozess in der Produktion schon seit gut 50 Jahren im Gange ist: Bereits seit Ende der 1960er/Anfang der 1970er-Jahre wurden in der Produktion Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) genutzt. Spätestens seit den 1980er-Jahren kam der Computer als „Hilfsmittel“ (von Computer Aided Design [CAD] über Computer Aided Engineering [CAE] bis hin zu Computer Integrated Manufacturing [CIM]) zum Einsatz, und manche sahen ihn schon als Kommandozentrale der damals viel diskutierten „menschenleeren Fabrik“. Seitdem ist die Digitalisierung von Arbeitsinformationen, Arbeitsabläufen und Arbeitsmitteln in Produktionsunternehmen ständig weiter fortgeschritten. Allerdings hat sie dann in den 2010er-Jahren mit dem Internet der Dinge, der so bezeichneten Industrie 4.0 und dem Aufkommen neuer internetbasierter Organisations- und Geschäftsmodelle eine ganz neue Qualität erreicht. Der Artikel skizziert die mit dieser neuen Qualität der Digitalisierung einhergehenden Herausforderungen und Chancen für eine gesundheitsgerechte Gestaltung von Produktionsarbeit, und er beschreibt situationsangemessene Gestaltungsprinzipien und Vorgehensweisen sowie Beispiele für gute Gestaltungslösungen.

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Mensch-Maschine-Systeme

Mit dem Einsatz von digital-vernetzten, KI-unterstützten Mensch-Maschine-Systemen (MMS) in der Arbeit ergeben sich neue gesundheitliche Risiken, aber auch neue Wege einer präventiven Arbeitsgestaltung sowie neue Chancen für Arbeitsschutz und arbeitsbezogene Gesundheitsförderung. Gleichzeitig könnten sich mit der verstärkten Nutzung von „Machine Learning“ und anderen Formen der so bezeichneten „Artificial Intelligence“ als „Enabler of Autonomation“ die seit Langem beschriebenen Ironien der Automatisierung weiter zuspitzen – mit erheblichen Risiken für Sicherheit und Gesundheit weit über den Kreis der Arbeitenden hinaus. Gefordert wird ein Paradigmenwechsel im Prozess der MMS-Gestaltung hin zu partizipativem Vorgehen und „soziotechnischer Systemgestaltung 2.0“.

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